Zwischen Himmel und Erde
Dieses Programm widmet sich dem altbekannten Gegensatz zwischen so genannter geistlicher und weltlicher Musik. Und es sucht nach Berührungspunkten und Überschneidungen zwischen beiden.
Die Musik selbst scheint von Natur aus der himmlischen wie der irdischen Sphäre gleichzeitig anzugehören.
Sie wird auf der Erde gemacht, mit menschlichen Körpern, schwingenden Luftsäulen, Saiten, Metallen, geht aber als Ganzes weit über diese physikalischen Erscheinungen hinaus.
Sie ist sinnlich erfahrbar aber "nicht mit Händen" zu greifen.
Sie vermag es, uns in andere Welten zu versetzen und scheint selbst aus einer anderen Welt zu kommen.
Unsere Konzerte finden häufig in Kirchen statt, die uns einen akustisch idealen und feierlichen Rahmen bieteten, und in denen wir uns dem Himmel ein Stück näher fühlen können. Deshalb erklingt hier selbstverständlich Musik, die für solche Räume geschaffen wurde, gleichzeitig aber auch solche aus ganz anderen Bereichen menschlicher Erfahrung. Genau so wie wir geistliche Musik auch außerhalb des Kirchenraumes zu Gehör bringen.
Geistliche und weltliche Musik werden in diesem Programm nicht einfach kontrastierend einander gegenübergestellt. Vielmehr soll anhand von einigen Sachverhalten gezeigt werden, dass zwischen Himmel und Erde im Grunde dieselben Themen behandelt werden.
Vielleicht gelingt es uns damit, zumindest für die Dauer dieses Konzertes, Himmel und Erde einander etwas näher zu bringen.